Richtige Beratung

FAQ

Häufig gestellte Fragen und deren Antworten

1. Grundsätzliches

1.1 Was sind Zertifikate?
1.2 Warum sind Zertifikate eine attraktive Geldanlage?
1.3 Was sind Zertifikate mit Kapitalgarantie?
1.4 Kann ich Zertifikate mit Kapitalgarantie miteinander vergleichen?
1.5 Was sind Zertifikate mit Teilabsicherung?
1.6 Was sind Zertifikate zur Renditeoptimierung?
1.7 Welche Rolle spielt der Emittent?
1.8 Was ist unter Emittenten-Risiko zu verstehen?
1.9 Was ist der Basiswert eines Zertifikats?
1.10 Was versteht man unter Bezugsverhältnis und wozu dient es?
1.11 Was sind die rechtlichen Grundlagen eines Zertifikats?
1.12 Welche Einflussfaktoren auf den Kurs eines Zertifikats gibt es?
1.13 Welchen Einfluss hat die Volatilität?
1.14 Welchen Einfluss hat das Marktzinsniveau?
1.15 Welchen Einfluss hat die Korrelation?
1.16 Wo kann ich die Entwicklung meines DZ BANK Zertifikats während der Laufzeit verfolgen?
1.17 Was ist der Basispreis eines Zertifikats?

2. Spezielles

2.1 Was sind Discountzertifikate?
2.2 Was sind Bonuszertifikate?
2.3 Was sind Expresszertifikate (z.B. AKZENT Invest MaxiRend Control)?
2.4 Was sind Indexzertifikate?
2.5 Was sind Basket-, Themen- oder Strategiezertifikate?
2.6 Was sind OutperformanceChance und DoppelChance-Zertifikate?
2.7 Was sind Quanto-Zertifikate?
2.8 Was sind Rolling Future Zertifikate?

Vorteile, Nachteile, Chancen und Risiken von Zertifikaten im Vergleich zu Direktinvestitionen

3.1 Welche Chancen bieten Zertifikate?
3.2 Was sind die Vorteile von Zertifikaten gegenüber Direktinvestitionen?
3.3 Was sind die Nachteile von Zertifikaten?
3.4 Welche grundsätzlichen Risiken bergen Zertifikate?
3.5 Wie wirkt sich eine Insolvenz der Emittentin DZ BANK auf die Zahlungsansprüche von Privatanlegern aus Zertifikaten aus?

4. Preisbildung / Fälligkeit

4.1 Wie bildet sich der Preis von Zertifikaten?
4.2 Wann fallen Managementgebühren an?
4.3 Was passiert bei einer Kapitalmaßnahme einer Aktiengesellschaft?
4.4 Wie verhält es sich mit Aktionärsrechten bei Zertifikaten?
4.5 Was passiert, wenn ein Zertifikat fällig wird?
4.6 Was ist der Unterschied zwischen Bewertungs- und Fälligkeitstag?

5. Handel

5.1 Sie möchten unsere Zertifikate kaufen?
5.2 Ab wann sind unsere Zertifikate über die Börse handelbar?
5.3 Worin liegt der Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs?
5.4 Was ist der Spread (Geld-Brief-Spanne)?
5.5 An welchen Börsen können Zertifikate der DZ BANK gehandelt werden?
5.6 Gibt es beim Kauf von Zertifikaten ein Mindestanlagevolumen wie z. B. bei Investmentfonds?
5.7 Zu welchen Zeiten können unsere Zertifikate gehandelt werden?
5.8 Können private Anleger die Zertifikate direkt bei uns kaufen?
5.9 Muss man zum Kauf eines Zertifikats ein Depot bei uns haben?
5.10 Sollte die Order limitiert oder unlimitiert sein?
5.11 Welche Kursinformationsangebote bieten wir?
5.12 Kann ich Zertifikate auch kaufen oder verkaufen, wenn an der Börse kein Umsatz stattfindet?
5.13 Was ist ein Market Maker?
5.14 Kann ich ein Zertifikat bereits während der Laufzeit verkaufen?

6. Steuerliche Hinweise

6.1 Wie werden Zertifikate steuerlich behandelt?

1. Grundsätzliches


1.1 Was sind Zertifikate?

Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen. Als Anleger "leihen" Sie Ihr Geld dem herausgebenden (emittierenden) Kreditinstitut. Hierfür erhalten Sie eine Ertragschance, die von der Entwicklung eines vorher festgelegten Basiswerts abhängig ist. Dieser kann zum Beispiel eine einzelne Aktie, ein Index, ein Rohstoff oder aber ein Korb, also eine Auswahl von Aktien, Indizes oder Rohstoffen sein. Bei kapitalgarantierten Produkten erhalten Sie im Regelfall eine Mindestverzinsung.


1.2 Warum sind Zertifikate eine attraktive Geldanlage?

Über ein einziges Wertpapier können Sie in ganze Märkte, zum Beispiel in Europa, oder in eine komplexe Profi-Strategie, zum Beispiel in eine Momentum- oder Value-Strategie, investieren. Mit Zertifikaten lassen sich nicht nur bei steigenden Kursen Gewinne erzielen, sondern mit den jeweils richtigen Papieren auch bei stagnierenden Märkten oder in fallenden Marktphasen. Der Wert eines Zertifikats ergibt sich nach klar definierten Regeln, zum Beispiel aus dem Wert eines Indices wie dem DAX oder aus einem Aktienkurs. Durch börsentägliche Handelbarkeit und die aktive Marktbetreuung durch den Herausgeber (Emittenten) können alle Zertifikate in der Regel zum Tageskurs verkauft werden. Zertifikate sind eine transparente Anlageform und ermöglichen so von Anfang an eine klare Risikoeinschätzung.


1.3 Was sind Zertifikate mit Kapitalgarantie?

Die sicherlich konservativste Variante von Zertifikaten sind Zertifikate mit Kapitalgarantie. Sie bieten zum Ende der Laufzeit beziehungsweise bei Fälligkeit eine hundertprozentige Rückzahlung des Basisbetrages/Nennbetrages, unabhängig davon, wie sich der Kurs des Basiswertes bis dahin entwickelt hat. Oftmals sind diese Zertifikate zusätzlich mit einer Mindestverzinsung ausgestattet. Darüber hinaus besteht die Chance, an steigenden oder - je nach spezifischer Ausgestaltung der einzelnen Zertifikate - auch an seitwärts verlaufenden und fallenden Märkten theoretisch unbegrenzt partizipieren zu können. In vielen Fällen wird aber zur Finanzierung der Vollkasko-Versicherung für Ihr Kapital die mögliche Rendite nach oben hin begrenzt. So ausgestattet stellen Zertifikate mit Kapitalgarantie eine attraktive Alternative zu festverzinslichen Anlagen wie Sparbüchern oder Anleihen dar. Ihr Geld ist sicher angelegt und Sie haben die Chance auf eine attraktive Verzinsung.


1.4 Kann ich Zertifikate mit Kapitalgarantie miteinander vergleichen?

Sie sollten wissen, dass Zertifikate mit Kapitalgarantie nicht standardisiert sind. Damit ist ein Vergleich verschiedener Zertifikate mit Kapitalgarantie nicht ohne weiteres möglich. Deswegen sollten Sie sich unbedingt anhand des Basisprospekts bzw. der Endgültigen Bedingungen über die genaue Ausstattung des jeweiligen Zertifikats informieren. Einige Zertifikate basieren auf unvollständigen Verkaufsprospekten oder wurden privat platziert. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen an die Emittentin.


1.5 Was sind Zertifikate mit Teilabsicherung?

Teilabsicherungszertifikate stellen eine sinnvolle Alternative zu Zertifikaten mit Kapitalschutz dar, wenn Ihnen vor dem Hintergrund einer höheren Renditechance eine Teilabsicherung Ihres Kapitals ausreicht. Sie eignen sich besonders bei leicht fallenden, seitwärts tendierenden oder moderat steigenden Aktienkursen. Zu den Teilabsicherungszertifikaten zählen Discount-, Bonus- und Expresszertifikate. Diese Zertifikate nehmen zum Beispiel an der Wertentwicklung einer Einzelaktie, eines Aktienkorbes oder eines Index teil. Sie haben zugleich einen Sicherheitspuffer, der dafür sorgt, dass Sie noch Gewinne erzielen können, wenn Anleger, die direkt in eine Einzelaktie, einen Aktienkorb oder Index investieren, bereits Kursverluste erleiden. Wird der Sicherheitspuffer unterschritten, sind auch Kursverluste bis hin zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich.


1.6 Was sind Zertifikate zur Renditeoptimierung?

Zertifikate zur Renditeoptimierung erlauben es, in steigenden Märkten den vollen Gewinn eines Basiswertes zu realisieren oder aber innerhalb einer festgesetzten Kursspanne sogar überproportionale Gewinne zu erzielen. Fällt der Kurs des Basiswertes unter den Startkurs, gehen diese Verluste allerdings unmittelbar in den Kurs des Zertifikats ein. Ein Totalverlust des Kapitals ist möglich.


1.7 Welche Rolle spielt der Emittent?

 

Der Emittent ist rechtlich gesehen der Schuldner aus dem Wertpapier: Er erhält den Erlös aus dem Verkauf eines Zertifikats und verpflichtet sich im Gegenzug zur Erfüllung der in den Zertifikatsbedingungen festgelegten Leistung. Sie als Anleger können nur gegenüber dem Emittenten Ihren Anspruch auf die Erbringung dieser Leistung geltend machen. Deswegen sollten Sie bei einer Anlageentscheidung auch auf die Bonität bzw. die Ratings eines Emittenten achten.


Das Rating der DZ BANK finden Sie ganz einfach mit dem folgenden Link:

DZ BANK Rating


1.8 Was ist unter Emittenten-Risiko zu verstehen?

Da es sich bei Zertifikaten rechtlich um Inhaberschuldverschreibungen handelt, sollten Sie auf die Bonität des Emittenten achten. Als Käufer eines Zertifikats übernehmen Sie das so genannte Emittentenrisiko, also das Risiko, dass der Emittent gegebenenfalls seine Verpflichtungen aus dem Zertifikat nicht erfüllen kann. Die DZ BANK gehört der Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR) an. Die Beurteilung der DZ BANK durch unabhängige Rating-Agenturen wie Moodys und Standard & Poors, die die Kreditwürdigkeit der Banken regelmäßig überprüfen, kann unter folgendem Link gefunden werden:


DZ BANK Rating


1.9 Was ist der Basiswert eines Zertifikats?

Als Basiswert oder Underlying bezeichnet man eine Aktie, einen Index, einen Rohstoff oder eine Währung, die dem Zertifikat zugrunde liegen. Am Ende der Laufzeit kann die Bank bei vielen Produkten den Gegenwert des Zertifikats entweder bar auszahlen oder in Form des Basiswerts das Kundendepot beliefern.


1.10 Was versteht man unter Bezugsverhältnis und wozu dient es?

Das Bezugsverhältnis bestimmt die Menge des Basiswertes, also z. B. die Anzahl an Aktien, die einem Zertifikat zugrunde liegen. Das Bezugsverhältnis dient dazu, ein bestimmtes Anlageobjekt auch für kleinere Anlagebeträge zugänglich zu machen. Ist der Basiswert eines Zertifikats eine Aktie, ist das Bezugsverhältnis meist 1:1. Ist der Basiswert ein Index, ist das Bezugsverhältnis ein Bruchteil des Basiswerts. Ein Zertifikat auf den Deutschen Aktien Index (DAX) beispielsweise hat meistens ein Bezugsverhältnis von 1:100. Das heißt, ein solches Zertifikat bezieht sich auf ein Hundertstel des Index.


1.11 Was sind die rechtlichen Grundlagen eines Zertifikats?

Die allein maßgeblichen Endgültigen Bedingungen und der Basisprospekt bilden die rechtlichen Grundlagen eines Zertifikats. Sie enthalten verbindlich alle Merkmale des Zertifikats (die so genannte Ausstattung). Beide Unterlagen sind in der Regel im Internet als Download erhältlich und können bei der Emittentin angefordert werden. Einige Zertifikate basieren auf unvollständigen Verkaufsprospekten oder wurden privat platziert. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen an die Emittentin.


1.12 Welche Einflussfaktoren auf den Kurs eines Zertifikats gibt es?

Zertifikate zählen zu den strukturierten Anlageprodukten. Das heißt, sie basieren auf einer Kombination unterschiedlicher Anlageformen, z. B. aus Aktien oder Renten und aus Optionen. Faktoren, welche die Preisbildung der einzelnen Wertpapiere beeinflussen, haben in der Folge auch einen Einfluss auf die Kursentwicklung des entsprechenden Zertifikats. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf die Kursentwicklung eines Zertifikats zählen neben der Entwicklung der Kurse des jeweiligen Basiswertes vor allem die Volatilität, das Marktzinsniveau sowie die Korrelation von Basiswerten, die Dividendenrendite und die (Rest)laufzeit. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Einflussfaktoren, die von Zertifikattyp zu Zertifikattyp variieren können.


1.13 Welchen Einfluss hat die Volatilität?

Basiswerte unterliegen kontinuierlichen Schwankungen von unterschiedlicher Intensität. Diese Schwankungen misst man mittels der Volatilität. Je stärker ein Basiswert im Kurs schwankt, desto volatiler ist er. Vielfach werden mit Volatilität auch die Kursschwankungen ganzer Märkte bezeichnet. Diese Schwankungen haben Auswirkungen auf Zertifikate, denn sie sind in der Regel an die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts gekoppelt. Je nach Ausstattung des Zertifikats hat die Volatilität somit positive oder auch negative Auswirkung auf die Höhe des Ertrags.


1.14 Welchen Einfluss hat das Marktzinsniveau?

Insbesondere bei Zertifikaten mit Kapitalschutz spielt das allgemeine Zinsniveau als Einflussfaktor eine wichtige Rolle. Die meisten Zertifikate mit Kapitalgarantie bestehen aus einer Anleihe (festverzinsliches Wertpapier, das die Kapitalgarantie und ggf. die Mindestverzinsung sichert) und aus Optionen, welche die zusätzliche Renditechance generieren. Eine Veränderung des Zinsniveaus führt vorübergehend zu Kurssteigerungen oder verlusten der Anleihe:

Sinken die Marktzinsen, gewinnt die Anleihe an Attraktivität, der Kurs steigt, der Wert des Zertifikats wird positiv beeinflusst.
Steigen die Marktzinsen, verliert die Anleihe an Attraktivität, der Kurs sinkt, der Wert des Zertifikats wird negativ beeinflusst.
Am Ende der Laufzeit erfolgt bei Zertifikaten mit hundertprozentiger Kapitalgarantie in jedem Fall eine Rückzahlung in Höhe des Basisbetrags/Nennbetrages.


1.15 Welchen Einfluss hat die Korrelation?

Mit der Korrelation wird der Gleichlauf von Wertpapierkursen gemessen.

Bei einer positiven Korrelation zweier Basiswerte werden sich ihre Kurse im Gleichlauf entwickeln. Steigt der Kurs des einen Basiswerts, steigt auch der Kurs des anderen Basiswerts.
Bei einer negativen Korrelation zweier Basiswerte werden sich ihre Kurse gegensätzlich entwickeln. Steigt der Kurs des einen Basiswerts, sinkt der Kurs des anderen Basiswerts.

Wichtig wird dieser Zusammenhang bei der Beurteilung von Zertifikaten, deren Auszahlungsprofil an die Entwicklung von Aktienkörben oder von mehreren Indices geknüpft ist. Ist zum Beispiel die schwächste Aktie im Korb für die Rendite ausschlaggebend, ist eine positive Korrelation tendenziell besser, da weniger Ausreißer zu erwarten sind.


1.16 Wo kann ich die Entwicklung meines DZ BANK Zertifikats während der Laufzeit verfolgen?

Die Entwicklung Ihres Zertifikats können Sie auf www.eniteo.de oder auf www.akzent-invest.de jederzeit verfolgen.

 


1.17 Was ist der Basispreis eines Zertifikats?

Der Basispreis ist die Kursschwelle des Basiswerts, die darüber entscheidet, ob eine zusätzliche Rendite ausgezahlt wird. Somit bestimmt die Kursentwicklung des Basiswertes, welche Rendite Sie mit Ihrem Zertifikat erwirtschaften. Sollte der Basiswert unter dem Basispreis oder bei Reversezertifikaten über dem Basispreis notieren, entfällt die Zahlung der zusätzlichen Rendite, und Sie erhalten den in den Ausstattungsmerkmalen festgelegten garantierten Rückzahlungsbetrag.

2. Spezielles


2.1 Was sind Discountzertifikate?

Discountzertifikate ähneln einem klassischen Direktinvestment in Aktien oder Aktienindizes. Im Gegensatz zu diesen bieten sie Ihnen jedoch einen Sicherheitspuffer, denn der Preis für das Discountzertifikat liegt unterhalb des aktuellen Preises des Basiswerts, also der Aktie oder des Aktienindex, der dem Zertifikat zugrunde liegt. Diesen Preisabschlag erkaufen Sie sich mit einer Begrenzung der Renditechancen, d. h. bei steigenden Kursen partizipieren Sie nur bis zu einem vorab fest gelegten Höchstbetrag, dem so genannten Cap.

Entwickelt sich der Kurs des Basiswertes nur leicht nach oben, erzielen Sie mit dem Zertifikat jedoch mehr Rendite als mit einem Direktinvestment.
Ist der Kurs des Basiswertes am Laufzeitende gefallen, sind Sie mit dem Zertifikat erst im Minus, wenn der Sicherheitspuffer in Höhe des gewährten Discounts aufgebraucht ist.
Notiert der Basiswert am Laufzeitende oberhalb des Caps, erhalten Sie den Gegenwert des Caps ausgezahlt.
Notiert der Basiswert unterhalb des Caps, bekommen Sie den aktuellen Kurswert des Basiswerts gutgeschrieben oder den jeweiligen Basiswert in Ihr Depot gebucht.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.


2.2 Was sind Bonuszertifikate?

Bei Bonuszertifikaten ohne Cap entspricht der Emissionspreis (Basisbetrag) dem Kurs des zugrunde liegenden Basiswertes (z. B. einer Aktie, eines Aktienkorbes oder Index). Sie partizipieren hierbei in der Regel unbegrenzt an steigenden und fallenden Kursen des Basiswerts. Zu Beginn werden ein Bonus, eine Bonusschwelle (Obergrenze) und eine Barriere (Untergrenze) festgelegt. Bewegt sich der Kurs des Basiswerts zwischen Bonusschwelle und Barriere, was tendenziell in sich seitwärts bewegenden oder leicht fallenden bzw. leicht steigenden Märkten der Fall sein wird, bekommen Sie am Laufzeitende einen Bonusbetrag ausgezahlt und profitieren so von einer attraktiven Rendite. Das Verlustrisiko ist geringer als bei einer Direktanlage in den Basiswert, solange der Basiswert oberhalb der Barriere bleibt. Wird diese Sicherungsgrenze an den Bewertungstagen während oder am Ende der Laufzeit allerdings nur einmal berührt oder unterschritten, so erhalten Sie bei Fälligkeit den aktuellen Gegenwert des Basiswertes dieser kann oberhalb, aber auch unterhalb des Basisbetrags liegen. Übersteigt der Kurswert des Basiswerts die Bonusschwelle am Laufzeitende, partizipieren Sie voll an dem Kursgewinn und erhalten den aktuellen Kurswert des Basiswerts bzw. die relative Wertveränderung des Indexstands gutgeschrieben.


Bei Bonuszertifikaten mit hohem Sicherheitspuffer wird oftmals die Gewinnbeteiligung durch einen Cap begrenzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.


2.3 Was sind Expresszertifikate (z.B. AKZENT Invest MaxiRend Control)?

Expresszertifikate bieten Ihnen neben einem Sicherheitspuffer zugleich die Möglichkeit, bei Überschreiten einer Rückzahlungsschwelle vorzeitig den Basisbetrag und eine Rendite zu realisieren. Die Laufzeit endet mit der Auszahlung. Häufig wird der Schlusskurs des dem Zertifikat zugrunde liegenden Basiswerts, zum Beispiel eines Aktienkorbs oder Index, am Tag der Emission als Bezugspunkt gewählt (Startwert). In regelmäßigen Abständen wird dieser Startwert mit dem aktuellen Wert des Basiswerts verglichen.


Sind Startwert und aktueller Wert gleich oder übersteigt der aktuelle Wert den Startwert, werden der Basisbetrag des Zertifikats und ein vereinbarter Bonus zurückgezahlt.
Ist dies nicht der Fall, wiederholt sich die Überprüfung im Folgejahr, wobei der vereinbarte Bonus steigt.
Sollte der Startwert bis zur Fälligkeit nicht mehr erreicht werden, sorgt ein Sicherheitspuffer dafür, dass Sie den Basisbetrag bei Fälligkeit zurückerhalten.
Liegt der Basiswert unterhalb des Sicherheitspuffers kommt es bezogen auf den Nominalbetrag zu einem Kapitalverlust. Die Rückzahlung erfolgt 1:1 entsprechend der Kursentwicklung des Basiswertes.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.

 


2.4 Was sind Indexzertifikate?

Die Erfolgsgeschichte der Zertifikate hat mit Indexzertifikaten angefangen, sie sind die Anlagealternative zum klassischen Direktinvestment. Mit Indexzertifikaten können Sie quasi mit einem Papier alle Aktien eines Index erwerben und so kostengünstig eine breite Streuung Ihrer Investments realisieren. Jederzeit ist die Entwicklung transparent und leicht nachzuvollziehen, denn ein Blick in die Zeitung genügt: Legt beispielsweise der DAX um 1 Prozent zu, steigt auch das entsprechende Indexzertifikat um ca. 1 Prozent. Fällt der DAX, so fällt auch der Kurs des Zertifikats. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.


2.5 Was sind Basket-, Themen- oder Strategiezertifikate?

Diese Zertifikate bieten Ihnen die Möglichkeit, ausgefeilte Anlagestrategien zu verfolgen. So können Sie Ihre Gelder in ein Zertifikat investieren, welchem Aktienkörbe von Firmen mit marktbeherrschender Stellung anlegen oder aber auch Megatrends wie Rohstoffe oder Biotechnologie zu Grunde liegen. Sie können damit Strategien verfolgen, die ansonsten nur durch den Erwerb vieler Einzelaktien und unter Inkaufnahme hoher Transaktionskosten zu realisieren wären.

Basketzertifikate fassen eine Auswahl von Aktien von Unternehmen in einem Basket (= engl. Korb) zusammen. Diese Baskets müssen keine speziellen Themenschwerpunkte haben oder spezielle Strategien verfolgen. Kursverluste einer Basketkomponente, die einen verhältnismäßig großen Anteil am Basketwert ausmacht, können möglicherweise nicht durch Kursgewinne der anderen Basketkomponenten ausgeglichen werden. Daher können Kursverluste bei nur einer Basketkomponente sowohl bei Ausübung durch die Zertifikatsinhaber und bei Kündigung durch die Emittentin als auch bei einer Veräußerung der Zertifikate während der Laufzeit aufgrund einer Verminderung des Wertes der Zertifikate bzw. der Höhe des Auszahlungsbetrages zu einer erheblichen Verminderung des von den Anlegern aufgewendeten Kapitals (Kaufpreis zuzüglich sonstiger mit dem Kauf verbundener Kosten) führen.

Themenzertifikate setzen auf Aktienkörbe, deren Unternehmen sich in einem ähnlichen wirtschaftlichen Umfeld bewegen, einer Branche angehören oder in regionalem Zusammenhang zueinander stehen. Das könnten zum Beispiel Aktienkörbe von Unternehmen aus der Automobil und Zulieferbranche sein. Die Zusammensetzung der Baskets erfolgt durch eine Researchgestützte Auswahl der Aktien.

Aktienkörbe von Strategiezertifikaten hingegen werden anhand klar messbarer Kriterien zusammengesetzt. Dies kann beispielsweise ein Basket mit Aktien von 20 Unternehmen sein, die das höchste Momentum oder die höchste Dividendenrendite aufweisen. Dabei ist die Zusammensetzung der Aktienkörbe normalerweise nicht statisch, sondern wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls optimiert. Enthält ein Korb zum Beispiel nicht mehr die 20 Aktientitel, welche die höchste Dividendenrendite erwirtschaften, werden die schwächer gewordenen Aktien durch stärker gewordene ersetzt. Da Zertifikate mit Renditeoptimierung die Kursentwicklung des Basiswertes in der Regel eins zu eins widerspiegeln, sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich.


2.6 Was sind OutperformanceChance und DoppelChance-Zertifikate?

Mit OutperformanceChance- bzw. DoppelChance-Zertifikaten können Sie bei steigenden Märkten viel höhere Renditen erzielen als beim direkten Kauf eines Aktienkorbes oder Index und dies zudem unbegrenzt, sofern die Zertifikate nicht mit einem Cap (Begrenzung des Gewinns) ausgestattet wurden. Das Risiko entspricht dabei einem Direktinvestment in den zugrunde liegenden Basiswert.
OutperformanceChance-Zertifikate (= Outperformancezertifkate)werden zu einem Emissionspreis auf Höhe des Basiswertes ausgegeben. Zu Beginn wird eine bestimmte Schwelle definiert, ab der der Anleger dank eines eingebauten Hebels überproportional von positiven Wertentwicklungen profitieren kann. Verluste werden dagegen nur im gleichen Verhältnis realisiert. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.
DoppelChance-Zertifikate (= Sprinterzertifikate) funktionieren wie OutperformanceChance-Zertifikate mit dem Unterschied, dass ihr Hebel höher ist. Die Renditechancen sind nach oben hin allerdings begrenzt. Dafür nehmen Sie bis zu dieser Grenze an Kursgewinnen stärker teil. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.


2.7 Was sind Quanto-Zertifikate?

Viele Investoren diversifizieren ihr Portfolio, indem sie ihr Vermögen global streuen. Das Wachstumspotential ausländischer Märkte sorgte in der Vergangenheit oft für große Wertsteigerungen, von denen nach Rückrechnung in EURO jedoch nicht mehr allzu viel übrig blieb. Das latente Währungsrisiko ist ein oftmals unterschätzter Faktor bei Investments in Fremdwährungsländer. Quanto-Zertifikate schalten das Währungsrisiko aus. Der Emittent bezahlt am Laufzeitende die in der Fremdwährung erzielte Wertsteigerung in Euro aus. Der Auszahlungsbetrag hängt somit nur vom Kurs des Basiswerts ab. Quanto-Konstruktionen findet man u. a. bei Rohstoffen, die gewöhnlich in US-Dollar notieren, aber auch bei Investments in Indizes und Aktien des Fremdwährungsraums. Je volatiler die ausländische Währung, desto sinnvoller kann ein Quanto-Zertifikat sein. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.


2.8 Was sind Rolling Future Zertifikate?

Rohstoff-Kontrakte haben die Eigenschaft einer begrenzten Laufzeit, d. h. nach Fälligkeit werden sie durch einen neuen Kontrakt abgelöst. Dieser Vorgang wird als Rolling bezeichnet. Damit ein Anleger nicht laufend sein Investment umschichten muss, gibt es so genannte Rolling Future Zertifikate, bei denen zum Laufzeitende des aktuellen Kontraktes automatisch gerollt wird, wodurch dem Anleger Transaktionskosten und Zeitaufwand erspart bleiben. Beim Rollen des Futures ist zu beachten, dass sich je nach Marktlage Kursdifferenzen zwischen aktuellem und neuem Future-Kontrakt ergeben können. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.

Vorteile, Nachteile, Chancen und Risiken von Zertifikaten im Vergleich zu Direktinvestitionen


3.1 Welche Chancen bieten Zertifikate?

Die Chancen von Zertifikaten variieren je nach Produkttyp. Das Spektrum reicht von der Chance auf eine überproportionale Beteiligung an den Kursgewinnen einer bestimmten Aktie bis zu der Möglichkeit, eine steueroptimierte Rendite auf Anleiheniveau zu erzielen. Besonders hervorzuheben ist, dass mit Zertifikaten Produktstrukturen geschaffen werden können, mit denen es möglich ist, auch ohne nennenswerte Kursgewinne und sogar bei Kursverlusten am Aktienmarkt hohe Renditen zu erwirtschaften. Dies stellt einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Anlageformen wie der Aktie dar, da diese nur in steigenden Märkten Gewinne erzielen kann. Die wichtigsten Beispiele hierfür sind Discount-, Bonus- und Expresszertifikate (z.B. AKZENT Invest MaxiRend Control). Je höher die Chance eines Zertifikats, desto höher ist das entsprechende Risiko.


3.2 Was sind die Vorteile von Zertifikaten gegenüber Direktinvestitionen?

Der wichtigste Vorteil von Zertifikaten besteht darin, dass es sie passgenau zu jedem Anlageprofil gibt. Je nach Anlageprofil wählen Sie einfach den geeigneten Produkttyp. So kann über OutperformanceChance- oder DoppelChance-Zertifikate bei gleichem Risiko eine angemessene Teilhabe an möglichen Kursgewinnen erzielt werden. Bonus-, Discount- oder Expresszertifikate (z.B. AKZENT Invest MaxiRend Control) wiederum können verwendet werden, um auch in stagnierenden Märkten im Vergleich zum Basiswert attraktive Renditen zu erwirtschaften. Indexzertifikate hingegen ermöglichen die komfortable Depot-Einbindung ganzer Märkte.


Ein weiterer bedeutender Vorteil von Zertifikaten ist, dass Ihr Kapital grundsätzlich nicht gebunden ist, und Sie Ihr Zertifikat in aller Regel jederzeit zum Tageskurs verkaufen können.

Darüber hinaus erlauben einige Zertifikate die einfache und effiziente Anlage in sonst schwer zugängliche Investmentklassen. Dies gilt beispielsweise für Rohstoffe oder Fremdwährungen.


3.3 Was sind die Nachteile von Zertifikaten?

Zertifikate sind Finanzderivate, bei deren Konstruktion auch Optionskomponenten verwendet werden. Sie ermöglichen das spezielle Auszahlungsprofil bei Fälligkeit. Dieses ist klar umrissen und steht in der Regel von Beginn an fest. Treten während der Laufzeit ungünstige Ereignisse ein, kann es bedingt durch die komplexe Konstruktion des Zertifikats vorkommen, dass der Kursverlauf des Zertifikats oft nicht dem des zugehörigen Basiswerts entspricht und ein vorzeitiger Verkauf mit einem Verlust verbunden wäre.


Ein weiterer Nachteil kann die Beschränkung der möglichen Gewinne durch einen "Cap" oder der Verzicht auf etwaige Zusatzerträge wie Dividenden sein, was jedoch durch höhere Sicherheitskomponenten aufgewogen wird.


3.4 Welche grundsätzlichen Risiken bergen Zertifikate?

Die meisten Zertifikate unterliegen den gleichen Marktrisiken wie andere Anlageformen auch. Das gilt auch für Produkte mit Teilabsicherung wie Discount- oder Bonuszertifikate. Bei starken Wertverlusten des Basiswerts kann es auch bei diesen Produkten zu deutlichen Kapitaleinbußen kommen. Eine Ausnahme sind Zertifikate mit Kapitalgarantie, bei denen zum Fälligkeitstermin eine Garantie in Höhe des Nennbetrags gegeben ist. Hier ist das Verlustrisiko auf das Emittentenrisiko beschränkt.


Ein im Vergleich zur Aktienanlage deutlich erhöhtes Risiko weisen die so genannten Turbo- oder Knock-out-Papiere auf. Bei diesen Papieren können bereits moderate Kursverluste des Basiswerts zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.

Die differenzierten Risiken der einzelnen Zertifikatemissionen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Produktbeschreibungen.


3.5 Wie wirkt sich eine Insolvenz der Emittentin DZ BANK auf die Zahlungsansprüche von Privatanlegern aus Zertifikaten aus?

Die DZ BANK ist als Mitgliedsbank des Bundesverbands der Deutschen Volks- und Raiffeisen-banken e. V. (BVR) der Sicherungseinrichtung des BVR angeschlossen. Über diese Sicherungseinrichtung sind die Auszahlungsansprüche des Privatanlegers gemäß den jeweiligen Bedingungen der einzelnen Zertifikate abgesichert.

4. Preisbildung / Fälligkeit


4.1 Wie bildet sich der Preis von Zertifikaten?

Die aktuellen Preise von Zertifikaten bilden sich durch fortlaufende Berechnungen der einzelnen Emissionshäuser auf Basis der Wertentwicklung des jeweiligen Basiswerts. Falls keine passenden Gegenorders anderer Anleger vorliegen, kann die Order immer gegen den Emittenten ausgeführt werden. Auch umsatzschwache Papiere sind so permanent zu einem fairen Preis handelbar.


4.2 Wann fallen Managementgebühren an?

Managementgebühren fallen grundsätzlich nur für spezielle Strukturen an. Das sind z. B. Strukturen, denen eine bestimmte Strategie zugrunde liegt oder die eine regelmäßige Beobachtung und ggf. Anpassung der Zusammensetzung erfordern. Die regelmäßige Überwachung und der Austausch sind für den Emittenten mit Aufwand und unter Umständen Transaktionskosten verbunden. Die Managementgebühr stellt folglich in der Regel eine Vergütung des Emittenten dar und wird Anlegern in der Regel über eine Anpassung der Bezugsmenge bzw. des Basispreises des jeweiligen Zertifikats in Rechnung gestellt.


4.3 Was passiert bei einer Kapitalmaßnahme einer Aktiengesellschaft?

Führt das Unternehmen, dessen Aktie der Basiswert eines Zertifikats ist, z.B. eine Kapitalerhöhung durch oder zahlt eine Sonderdividende aus, so werden die Ausstattungsmerkmale des Zertifikats den jeweiligen Produktbedingungen entsprechend angepasst. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass dem Anleger durch die Kapitalmaßnahme keine Nachteile entstehen.


4.4 Wie verhält es sich mit Aktionärsrechten bei Zertifikaten?

Der Inhaber eines Zertifikats, dessen Basiswert eine Aktie ist, hat kein Stimmrecht in Aktionärsversammlungen. Er erhält in der Regel keine Dividende auf den Basiwert, was sich auf den Discount bzw. Bonuszahlungen positiv auswirkt.


4.5 Was passiert, wenn ein Zertifikat fällig wird?

Am Bewertungstag stellt der Emittent den Rückzahlungswert des Zertifikats fest. Sie brauchen nichts zu unternehmen. Der Gegenwert wird Ihrem Verrechnungskonto bei der Depot führenden Bank gutgeschrieben. In wenigen Fällen kommt es zur Auslieferung des Basiswerts in Form von Aktien, die in Ihr Depot eingeliefert werden.


4.6 Was ist der Unterschied zwischen Bewertungs- und Fälligkeitstag?

Am Bewertungstag stellt der Emittent den Rückzahlungswert des Zertifikats fest. Der Fälligkeitstag ist der Tag, an dem das Zertifikat aus Ihrem Depot ausgebucht und im Gegenzug der Rückzahlungsbetrag in Euro gutgeschrieben oder die Aktien in Ihr Depot gebucht werden. In den jeweiligen Prospektdokumentationen der DZ BANK können Sie nachlesen, um wie viele Tage später als der Bewertungstag der Fälligkeitstag liegt.

5. Handel


5.1 Sie möchten unsere Zertifikate kaufen?

Das geht ganz einfach:

a) Zertifikate mit Zeichnungsfrist

Den Zeitraum, in dem ein neues Produkt vom Emittenten zum Kauf angeboten wird, nennt man Zeichnungsfrist. In dieser Phase können Sie das gewünschte Produkt zeichnen, d. h. eine bestimmte Stückzahl des Wertpapiers bei Ihrer Volksbank oder Raiffeisenbank ordern.

Alles was Sie dazu brauchen, ist eine Bankverbindung sowie ein Wertpapier-Depot. Beim ersten Kauf unserer Zertifikate können Sie dieses Depot problemlos eröffnen.

Am Valuta-Tag (Tag der tatsächlichen Ausführung der Order) erfolgt die Ausführung Ihrer Order zum festgesetzten Verkaufspreis.

Während der Laufzeit ist das Zertifikat in den meisten Fällen an der Börse notiert. Abhängig von der Entwicklung der Basiswerte werden börsentäglich Geld- und Briefkurse festgelegt. Zu diesem Kurs können Sie Ihr Zertifikat jederzeit verkaufen. Die DZ BANK beabsichtigt, während der Laufzeit für das Zertifikat Geld- und Briefkurse zu stellen.

b) Zertifikate ohne Zeichnungsfrist

Viele Zertifikate zum Beispiel Bonus-, Discount-, DoppelChance-, OutperformanceChance und Indexzertifikate werden ohne Emissionsphase direkt an der Börse notiert und gehandelt. Der Kurs dieser Produkte kann im Verlauf eines Tages schwanken.


5.2 Ab wann sind unsere Zertifikate über die Börse handelbar?

Viele Zertifikate der DZ BANK können Sie direkt bei der Emission über die Börse handeln. Zertifikate, die über eine Zeichnungsphase platziert werden, können Sie ab etwa einem Monat nach der Valuta über die Börse handeln.


5.3 Worin liegt der Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs?

Zum Geldkurs (Kaufkurs der Bank) können Sie Zertifikate verkaufen. Zum Briefkurs (Verkaufskurs der Bank) können Sie Zertifikate kaufen.


5.4 Was ist der Spread (Geld-Brief-Spanne)?

Die Differenz zwischen Briefkurs und Geldkurs wird Spread genannt. Je kleiner diese Geld-Brief-Spanne, umso vorteilhafter ist dies für Sie: Damit Sie einen Gewinn erzielen, muss der Geldkurs, zu dem Sie verkaufen, höher liegen als der Briefkurs, zu dem Sie gekauft haben.


5.5 An welchen Börsen können Zertifikate der DZ BANK gehandelt werden?

In den meisten Fällen werden unsere Zertifikate an den Börsen Frankfurt und Stuttgart gehandelt.


5.6 Gibt es beim Kauf von Zertifikaten ein Mindestanlagevolumen wie z. B. bei Investmentfonds?

Sie sollten sich auf jeden Fall vor dem Kauf eines Zertifikates bei Ihrer Hausbank erkundigen, ob ein Mindestordervolumen verlangt wird. Diese werden nicht vom Emittenten, sondern von der Depot führenden Bank festgelegt. Es kann vorkommen, dass der Kauf eines bestimmten Produkts bei einer Bank erst ab einer Mindestordergröße von 1.000 Stück möglich ist und bei einer anderen bereits ab einem Stück. In der Regel sind Zertifikate ab einem Stück handelbar.


5.7 Zu welchen Zeiten können unsere Zertifikate gehandelt werden?

Der Handelszeitraum für die Börsen in Frankfurt und Stuttgart liegt derzeit zwischen 9:00 und 20:00 Uhr.


5.8 Können private Anleger die Zertifikate direkt bei uns kaufen?

Da die DZ BANK kein Privatkundengeschäft betreibt, können private Anleger die Zertifikate nicht direkt bei der DZ BANK kaufen, sondern können ihre Aufträge nur an ihre Hausbank geben.

 


5.9 Muss man zum Kauf eines Zertifikats ein Depot bei uns haben?

Private Anleger müssen zum Kauf eines Zertifikats ein Depot besitzen. Die DZ BANK bietet keine Depots für Privatkunden an. Auf www.akzent-invest.de oder www.eniteo.de können Sie mit Hilfe der Bankensuche eine Genossenschaftsbank in Ihrer Nähe finden.


5.10 Sollte die Order limitiert oder unlimitiert sein?

Auch wenn heutzutage Orders unverzüglich an die Börse geleitet werden, empfiehlt es sich gerade in unruhigen Marktphasen mit einem Limit zu arbeiten.


5.11 Welche Kursinformationsangebote bieten wir?

Kursinformationen zu unseren Zertifikaten finden Sie in den folgenden Quellen:


Videotext: N24, Seite 650
www.akzent-invest.de
www.eniteo.de
Reuters: DZOPT101 ff.

 


5.12 Kann ich Zertifikate auch kaufen oder verkaufen, wenn an der Börse kein Umsatz stattfindet?

Ja, da Zertifikate nicht nach dem Auktionsprinzip wie Aktien, sondern nach dem Market-Maker-Prinzip gehandelt werden. Liegen an der Börse keine passenden Gegenaufträge anderer Anleger vor, so tritt der Emittent in seiner Rolle als Market Maker auf den Plan: Da die DZ BANK in der Regel fortlaufende Geld- und Briefkurse für direkt an der Börse eingeführte und gehandelte Zertifikate stellt, sind grundsätzlich immer handelbare Kurse für diese Produkte verfügbar. Der Makler an der Börse rechnet dann Ihren Auftrag bei einem Kauf direkt mit dem Briefkurs und bei einem Verkauf mit dem Geldkurs des Emittenten ab.


5.13 Was ist ein Market Maker?

Als Market Maker werden offizielle Börsenmitglieder bezeichnet, die für bestimmte Wertpapiere Geld- und Briefkurse stellen und auf eigenes Risiko und Rechnung selbst handeln. Meist sind Banken oder Broker Market Maker.

 


5.14 Kann ich ein Zertifikat bereits während der Laufzeit verkaufen?

Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit, die Zertifikate während der Laufzeit über die Börse zu veräußern. Hierbei ist zu beachten, dass eine bestimmte Kursentwicklung nicht garantiert wird. Die Kursentwicklung für ein Zertifikat in der Vergangenheit stellt keine Garantie für eine zukünftige Kursentwicklung dar.

Die DZ BANK beabsichtigt während der Laufzeit für die von ihr emittierten Zertifikate börsentäglich auf Anfrage Ankaufskurse zu stellen und Zertifikate anzukaufen. Die DZ BANK als Emittentin übernimmt jedoch keine Rechtspflicht hinsichtlich der Höhe oder des Zustandekommens derartiger Kurse. Auch wenn die Zertifikate in einen regulierten oder nicht regulierten Markt (z.B. Freiverkehr) einbezogen sind, gibt es keine Gewissheit dahingehend, dass sich ein aktiver öffentlicher Markt für die Zertifikate entwickeln wird oder dass diese Einbeziehung aufrechterhalten wird. Die DZ BANK als Emittentin ist nicht dazu verpflichtet, einen liquiden Markt aufrechtzuerhalten. Im Falle besonderer Marktsituationen, kann es zeitweise zu Ausweitungen der Spanne zwischen den von der DZ BANK als Emittentin gestellten Kauf- und Verkaufskursen kommen.

6. Steuerliche Hinweise


6.1 Wie werden Zertifikate steuerlich behandelt?

Detaillierte Informationen zur steuerlichen Behandlung der von der DZ BANK emittierten Zertifikate entnehmen Sie bitte der jeweiligen, allein maßgeblichen jeweiligen Prospektdokumentation.


Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen ab und kann durch neue Gesetzgebung, gegebenenfalls auch rückwirkend, verändert werden. Im Hinblick auf die individuellen steuerlichen Auswirkungen der Anlage empfehlen wir Ihnen die Einschaltung eines steuerlichen Beraters.

 

BÖRSENLEXIKON


Fachbegriffe verständlich erklärt.

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